VideoVisionen- praktische Videoarbeit im digitalen Zeitalter

Die Grenzen zwischen Filmprofi und Amateur beginnen zu fließen: Immer preisgünstigere digitale Videokameras liefern immer bessere Bilder, die Schnittqualität an guten Heimcomputern ist verblüffend, sogar reizvolle Special Effects lassen sich im Wohnzimmer zaubern. Durch Digitalisierung, fortschreitende Miniaturisierung und Zusammenwachsen vieler verschiedener Anwendungen werden die Verhältnisse kräftig durcheinandergewirbelt.
Wie die professionelle Filmproduktion wird sich auch die Jugendvideoproduktion verändern: das Material ist weitaus flexibler, es lässt sich besser archivieren, bietet Interaktivität und - zeit- sowie ortsunabhängig - Integrierbarkeit ins digitale Medienensemble. CD-Rom-, Web-TV, Live-Cams und DVD seien hier nur als einige Stichworte genannt, die für eine Entwicklung neuer Arbeits- und Präsentationsformen ebenso stehen wie für eine andere Bild- und Wahrnehmungsästhetik.
Mit den neuen sozialen und kreativen Chancen für die Jugendvideoproduktion im digitalen Zeitalter beschäftigt sich dieses Themenheft der vom JFC Medienzentrum Köln herausgegebenen medienpädagogischen Schriftenreihe MedienConcret. Einige Beiträge beleuchten die aktuelle Medienlandschaft und die digitalen Bilderwelten. Die Jugendvideoszene steht im Blickfeld mit ihren Arbeitsweisen, Themen, Trends und Perspektiven. MedienConcret bietet Tipps für die Technik in der Jugendarbeit, will aber vor allem mit den vielfältigen Praxisbeiträgen Impulse und Orientierung bieten, welche neuen Wege die Jugendmedienarbeit beschreiten kann. Bewusst wurden hier Projekte ausgewählt, die Seitenblicke in andere Bereiche der Pädagogik wagen: Theater, Literatur oder Kunstaktion.