Polarisierende Headline, Schockfotos von Leid und Tod der Geflüchteten, Sprachschöpfungen, die die faktischen Opfer als Bedrohung erscheinen lassen – auf den oft euphorischen Journalismus im Sommer 2015 folgte spürbar ein Stimmungswechsel mit einer häufig problematischen sprachlichen und visuellen Ausprägung. Der Text nimmt die emotionalisierte Debatte zur Fluchtbewegung in den Medien unter die Lupe und analysiert exemplarisch einige Missstände in Bild, Wort und Ton. Abschließend formuliert er Handlungsempfehlungen für die Presseberichterstattung aus einer medienethischen Perspektive.
Kein Thema hat die Medienberichterstattung in den letzten Monaten so stark dominiert wie das der sogenannten Flüchtlingskrise. 2015 sind mehr als eine Millionen Menschen als Flüchtende nach Deutschland gekommen. Als die ersten Geflüchteten 2015 nach Deutschland kamen, dominierte eine Willkommenskultur. Sie wurden mit Applaus begrüßt. Zumeist ehrenamtlich agierende Menschen haben den Flüchtenden geholfen und dadurch Solidarität und Mitmenschlichkeit dokumentiert. Bundeskanzlerin Merkel beschwor hinsichtlich der Flüchtlingsbewegung eine große nationale Aufgabe als Herausforderung für Deutschland und formulierte die Losung: „Wir schaffen das“. Selfies von Geflüchteten mit der Bundeskanzlerin wurden verbreitet.
Als immer mehr Flüchtende nach Deutschland und andere europäische Länder kamen, kippte die Stimmung. Es gab Probleme, die Fluchtbewegung zu organisieren, die hilfsbedürftigen Menschen angemessen zu versorgen und auf verschiedene Länder gerecht zu verteilen. Schnell war von Überforderung, Bedrohung und Obergrenzen die Rede. Mehrere europäische Länder riegelten ihre Grenzen ab und es ist offen, ob die Aufgaben der Aufnahme und Integration der Flüchtenden nachhaltig konstruktiv bewältigt werden können. Diese Entwicklungen wurden auch von Medien beschrieben, analysiert und kommentiert. Dabei stellte sich heraus, dass dies in sehr unterschiedlicher Form und Qualität bewerkstelligt worden ist. Neben einordnenden Hintergrundbeiträgen gab es auch dramatisierende und populistische Berichte, die eher Ängste schürten als konstruktive Lösungsangebote anzubieten.
Zwischen Ansprüchen und Sachzwängen
Medien haben die Aufgabe, über gesellschaftlich relevante Ereignisse zu berichten, diese in verständlicher Form zu erklären und einzuordnen. Sie sollten der Öffentlichkeit ihre Informationen nach gründlicher Recherche vermitteln und Orientierung ermöglichen. Die Berichterstatter sollten Sachverhalte glaubwürdig darlegen, dies aus einer kritischen und unabhängigen Perspektive bewerkstelligen, sorgfältig arbeiten, Quellentransparenz walten lassen und mögliche Folgen ihrer Beiträge antizipieren.
In der Praxis der Medienberichterstattung finden sich jedoch auch Tendenzen der Dramatisierung, Simplifizierung, Polarisierung, Pauschalisierung und Stereotypisierung.1 Dann erfolgt eine Vereinfachung statt einer fundierenden Hintergrundberichterstattung, die komplexe Zusammenhänge adäquat einordnet. Zusätzlich kann auch eine Personenzentrierung die journalistische Debatte prägen, während die Darlegung struktureller Zusammenhänge vielfach nicht erfolgt. Medien orientieren sich an Nachrichtenfaktoren und haben oft wenig Raum sowie finanzielle Ressourcen, um umfassend und angemessen zu informieren. Sie stehen unter einem massiven Zeit- und Konkurrenzdruck und unterliegen ökonomischen Zwängen. Darüber hinaus haben die traditionellen Massenmedien die Inszenierungsdominanz in Bezug auf die öffentliche Meinungs- und Willensbildung bereits verloren. Durch das reziproke Medium des Internet ist es möglich, dass sich ehemals passive Rezipienten öffentlich artikulieren können und damit einen Beitrag zur Herstellung von Öffentlichkeit leisten, obwohl sie über keine professionelle journalistische Ausbildung verfügen.
Mit Sprachbildern Ängste schüren
Esstellt sich die Frage, mit welcher Bezeichnung flüchtende Menschen genau klassifiziert werden sollten. Laut Definition von Ott2 handelt es sich bei einem „Flüchtling“ um eine „Person, die vor jemandem oder etwas fliehen muss bzw. einen glaubhaften Fluchtgrund vorbringen kann.“ Flüchtlinge können als schutzsuchende Menschen klassifiziert werden, deren weiterer Aufenthalt im Herkunftsland unzumutbar ist, da es keine Alternative dazu gibt, aufgrund von Kriegen, politischer oder geschlechtsspezifischer Verfolgung, Hungersnöten, Epidemien oder Naturkatastrophen die Heimat zu verlassen, um das eigene Leben zu retten.
Die gängige Bezeichnung Flüchtling enthält das Suffix -ling, das in anderen sprachlichen Zusammenhängen zumeist negativ konnotiert ist, sofern etwa von Schwächlingen, Schönlingen, Feiglingen oder Eindringlingen die Rede ist. Insofern ist es sinnvoll, den Terminus Geflüchteter statt Flüchtling zu verwenden.3
Beim Blick auf die Bewertung des Phänomens flüchtender Menschen lassen sich mehrere Richtungen aufzeigen. Einerseits werden sie als Chance wahrgenommen, den Geburtenrückgang zu kompensieren. Sie können als produktive Kräfte den Arbeitsmarkt verstärken und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten. Auf der anderen Seite wird die Aufnahme von Flüchtenden als Bedrohungsszenario klassifiziert, das mit Naturgewalten assoziiert wird. So werden u.a. die Termini „Flüchtlingswelle“, „Flüchtlingsschwemme“ oder „Flüchtlingslawine“ verwendet. Durch derartige Zuschreibungen werden Ängste geschürt. Menschen avancieren durch die Verwendung derartiger Sprachbilder zu Gefahren, vor denen sich die Bevölkerung angeblich in Sicherheit bringen muss. Durch derartige Sprachschöpfungen wird die Strategie verfolgt, die Not der Flüchtenden bewusst auszuklammern und den Fokus auf eine gezielte Entmenschlichung zu richten. Die faktischen Opfer von Krieg und Elend werden als Bedrohung wahrgenommen. Aufgrund der sprachlich bewusst ausgewählten Szenarien in Form von Naturkatastrophen durch die Flüchtenden wird der Eindruck suggeriert, dass es besser ist, die Gefahr durch sie abzuwenden und sie vom eigenen Land fernzuhalten, statt Hilfe zu leisten. Faktisch wurde nach der Willkommenskultur nun auch die Verabschiedungskultur diskutiert. Es wurden zusätzliche Ängste erzeugt, die einen angeblich anwachsenden Wohlstandverlust sowie eine steigende Kriminalität durch die Fluchtbewegung heraufbeschworen. An der Debatte waren auch Politiker und Journalisten beteiligt, die ganz unterschiedliche Ausprägungen durch das Phänomen flüchtender Menschen diskutierten. Humanitäre Hilfseinsätze wurden ebenso debattiert wie Brandanschläge gegen Flüchtlingsheime. Rechtspopulistische Protestaufmärsche prägten das Bild genauso wie die Unterstützung für flüchtende Menschen aus der Zivilgesellschaft. Diese Zuspitzungen hat Ulrich Clauss4 in dem Leitartikel Glatzen und Luftballons in der WELT prägnant zusammengefasst. Während die Glatzen als Symbol für eine aggressive völkisch-rassistische Ablehnung alles Fremden standen, die auch in Hasstiraden über das Internet propagiert wurden, waren die Luftballons ein Zeichen für die Aufnahme- und Unterstützungsbereitschaft von Menschen in Not.
Alarmistische Tendenzen
Die Dramatisierung von Ereignissen stellt insgesamt ein beliebtes Mittel dar, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Bei Blick auf die Titel der politischen Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehanbieter wird permanent der Eindruck vermittelt, dass Deutschland quasi am Abgrund steht. Es scheint, dass die Bundesrepublik gespalten ist und das angebliche Flüchtlingschaos eine Bedrohung für den sozialen Frieden darstellt.
- Flucht, Terror, Skandale – wie hat 2015 unser Land verändert? wurde als Überschrift der ARD-Debatte am 14.12.2015 mit dem Moderator Frank Plasberg gewählt.
- Flüchtlingsdrama vor dem Gipfel – Ist Europa noch zu retten? war der Titel der ARD-Talkrunde von Anne Will vom 6.3.2015.
- Angst vor der Parallelgesellschaft – kann Deutschland Integration? war die Ankündigung des ZDF-Diskurses von Maybrit Illner am 21.4.2016.
Ähnlich alarmistische Tendenzen zeigen sich auch in der Printberichterstattung. Stimmung unter den Flüchtlingen explosiv war z.B. die Überschrift eines Artikels, der am 4.4.2016 auf der ersten Seite der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zu lesen war.5 Es ging um die Abschiebung von illegal eingereisten „Flüchtlingen“ und Migranten, die von Griechenland in die Türkei abgeschoben werden sollten. Diese Feststellung – so der Beitrag – beruht auf Aussagen der Küstenwache. Ob diese Schlagzeile durch konkrete Belege begründet ist, bleibt in dem Text hingegen offen. Das Nachrichtenmagazin Focus verwendete in der Ausgabe vom 25.7.2015 den Titel Wahrheit über FALSCHE Flüchtlinge.
Faktisch steht das Flüchtlingsdrama – um eine weitere Wortschöpfung zu bemühen –für die bedrohliche Situation der Menschen aus den Flüchtlingsgebieten und nicht für die dramatischen Gefahren, die angeblich von den Menschen in Not für Europa ausgehen. Die Wahl des Begriffs Flüchtlingskrise stellt natürlich auch keine objektive Beschreibung, sondern eine Deutung einer spezifischen Notsituation von hilfsbedürftigen Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt dar. Zudem stellt sich die Frage, ob die angebliche Flüchtlingskrise nicht faktisch eine Krise der Flüchtlingspolitik ist, da es versäumt worden ist, sich rechtzeitig auf die Flüchtlingsbewegung einzustellen, die aufgrund der Kriegs- und Krisensituation in zahlreichen Ländern seit langem zu erwarten war. Insofern ist es auch aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive von zentraler Bedeutung zunächst die Problemrahmungen und Deutungsmuster als Frame zu definieren, das die Einordnung eines Themas in einen spezifischen Interpretationsraum ermöglicht, um daran anknüpfend normative Implikationen für politisches Handeln zu entwickeln.6
Polarisierende Bilder
Neben der Sprache zeichnet sich auch der Umgang mit Bildern im Zusammenhang mit flüchtenden Menschen durch polarisierende Darstellungen aus.
Der Titel des STERN vom 10. September 2015 zeigte einen lachenden kleinen Jungen mit einem Trikot, auf dem Germany und das Logo des Deutschen Fußballbundes abgebildet sind. Seine beiden Daumen hält er nach oben. Die damalig vorherrschende Willkommenskultur in Deutschland wurde so auch visuell ins rechte Licht gerückt. Darunter sind in großen roten Buchstaben die Wörter ENDLICH GERETTET zu lesen.
Dann wurden aber auch die Szenen dokumentiert, die das Leid der Flüchtenden zeigten. Es handelte sich um Menschen auf überfüllten Booten, die um ihr Überleben kämpften. Andere standen an den durch Stacheldraht und Soldaten errichteten Grenzen, die ein Weiterkommen unmöglich machen. Das World-Press-Foto des Jahres 2015 von Warren Richardson zeigt hierzu die unscharfe Aufnahme eines Mannes, der sein Kind durch den Stacheldraht der serbischen Grenzen reicht.7 Schließlich wurde auch der Tod als grausame Konsequenz einer gefährlichen Flucht im Bild dokumentiert und diskutiert. Das Foto des dreijährigen syrischen Jungen Aylan Kurdi, der im September 2015 auf der Flucht ertrunken ist und dessen Leiche am Strand von Bodrum angespült wurde, hat die Welt erschüttert. Dieses Bild hat typische Merkmale enthalten, die über eine enorme emotionale Wirkung verfügen.8 Das Foto des kleinen Jungen, der mit blauer Jeans und rotem T-Shirt tot am Strand liegt, avancierte zu einem Symbol der Katastrophen, die Menschen auf der Flucht widerfahren sind. Es wurde kontrovers diskutiert, ob dieses schreckliche Foto überhaupt hätte gezeigt werden dürfen.9 Der Journalist Heribert Prantl vertrat in einem Interview die Auffassung, dass das tote Flüchtlingskind auch dann nicht instrumentalisiert werden dürfe, wenn dies „für einen guten Zweck“10 vorgesehen sei. Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen hingegen konstatierte, dass die Rezipienten sich das Foto des ertrunkenen Aylan anschauen müssen, da es über einen politischen Gehalt verfügt und dazu beitragen kann, „nach der ersten Schockwirkung eine andere Praxis (zu) initiieren.“11
Im Rahmen der Medienberichterstattung ist das Bild des verstorbenen Jungen oftmals verändert worden. So ist sein Gesicht verpixelt worden, um eine Wiedererkennung zu verhindern. Andere Aufnahmen haben den toten Körper komplett herausgeschnitten, damit die Leiche nicht zu sehen ist. Es waren nur noch die weiß eingefärbten Konturen zu erkennen. Insofern ist die Bildbearbeitung hier genutzt worden, um das Opfer zu schützen.12
Der deutsche Presserat erhielt 19 Beschwerden gegen diverse Zeitungen, die das Foto von Aylan Kurdi unbearbeitet zeigten. Diese wurden in seiner Spruchpraxis als unbegründet beurteilt, da es – so das Urteil – keine unangemessen sensationelle und entwürdigende Darstellung des Verstorbenen gegeben habe. Der tote Flüchtlingsjunge am Strand sei ein Dokument der Zeitgeschichte, und das Foto stehe symbolisch für das Leid und die Gefahren, denen sich Flüchtlinge aussetzen. Die Dokumentation der schrecklichen Folgen von Kriegen, der Gefahren des Schlepperwesens und der Überfahrt nach Europa begründe ein öffentliches Interesse. Da das Gesicht des Kindes nicht zu erkennen sei, würden seine Persönlichkeitsrechte nicht verletzt.13
Ein weiteres Bild, das die fatalen Folgen von Flucht dokumentiert, war das Foto von 71 Leichen, die im August 2015 in einem LKW auf einer österreichischen Autobahn auf einem Schleppertransport erstickt sind. Es sind zwar keine Gesichter der Opfer zu sehen, wohl aber die leblosen Körper der verstorbenen Geflüchteten. Auch diesmal wurde diskutiert, ob dieses Grauen unverpixelt gezeigt werden darf. Medienethiker und Journalisten plädierten dafür, eine derartige Abbildung nicht zu präsentieren. Dies wurde mit dem Schutz des Opfers sowie seiner Angehörigen und der Menschenwürde ebenso begründet wie mit Jugendschutzerwägungen, da Kinder und Jugendliche gegebenenfalls nicht in der Lage sind, die brutale Darstellung der Verstorbenen angemessen zu verarbeiten, ohne Schaden zu nehmen. Einige Boulevardzeitungen haben sich jedoch dafür entschieden, das Foto unbearbeitet zu zeigen, um das Grauen schonungslos zu dokumentieren und die Missstände damit transparent zu machen. Andere Presseorgane haben auch dieses Bild verpixelt.14
Der Deutsche Presserat erhielt aufgrund der Veröffentlichung des Bildes dieser toten Geflüchteten 20 Beschwerden, die die Medienselbstkontrollinstanz als unbegründet erachtete, da es sich um eine notwendige Berichterstattung über ein schweres Verbrechen handele, an der ein öffentliches Interesse bestehe. Das Foto dokumentiere die schreckliche Realität, ohne die abgebildeten Menschen zu entwürdigen. Schließlich seien sie nicht identifizierbar. Der Beschwerdeausschuss hält das Foto zwar für furchtbar. Dennoch dürfe die Realität gezeigt werden, solange die visuelle Darstellung nicht unangemessen sensationell sei und die Opfer dadurch erneut zu Opfern werden. Dies – so die Einschätzung des Presserates – sei hier nicht der Fall.
Sensibel einordnen und konstruktiv argumentieren
Es lässt sich konstatieren, dass notwendige Einordnungen über die Zusammenhänge im Zusammenhang mit dem Themenkomplex Flucht oft nicht erfolgen, sondern auch oberflächliche Berichte die Debatte bestimmen, die polarisieren, statt aufzuklären. Der bisweilen unsensible sprachliche Umgang mit dem Phänomen flüchtender Menschen, die als Naturkatastrophen klassifiziert werden, verstärkt diese Tendenz. Hinzu kommt die starke emotionale Wirkung von Schockbildern, die das Leiden oder den Tod flüchtender Menschen dokumentieren. Hierbei stellt sich die Frage, ob derartig drastische Bilder überhaupt unbearbeitet gezeigt werden sollten. Dafür spricht die Chronistenpflicht des Journalismus, der eine umfassend informierte Öffentlichkeit herstellen sollte, indem über Missstände in Bild, Wort und Ton berichtet wird, um politisches und gesellschaftliches Handeln zu initiieren. Dagegen sprechen gegebenenfalls die Verletzung der Menschenwürde der Opfer und ihrer Angehörigen sowie Jugendschutzerwägungen, da die Vermittlung derartig brutaler Informationen für die Rezipienten auch verstörend sein kann.
Trotz der vorliegenden Sachzwänge sollten Medien gerade bei einem derart sensiblen und emotional hoch aufgeladenen Thema wie der Berichterstattung über flüchtende Menschen einige Regeln beachten, um die öffentliche Debatte nicht anzuheizen, sondern einzuordnen. Sie können Hintergründe von Flucht und Vertreibung aufzeigen, ihre Ursachen benennen, historische, politische, religiöse, ökonomische, militärische und kulturelle Zusammenhänge darstellen, wissenschaftliche Expertisen nutzen und darüber hinaus die unterschiedliche Möglichkeiten der Informationsvermittlung in Form von Reportagen, Berichten, Kommentaren und Dossiers nutzen, um umfassend zu informieren. Dabei kann auch die Dokumentation von Einzelschicksalen flüchtender Menschen dazu beitragen, Verständnis und Empathie für ihre spezifische Situation zu erreichen.
Selbstreflexion und Selbstkritik sollten ebenso zu den Maximen der Medienberichterstatter gehören, wie das Aufzeigen von ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen. Fehler einzugestehen ist wichtig, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zu erhalten. Zentral ist ein sensibler Umgang mit Bildern und Sprache, der dazu beitragen kann, konstruktiv zu argumentieren statt populistische und dramatisierende Bedrohungseffekte zu forcieren. Distanz zu wahren gehört ebenfalls zu den zentralen Aufgaben der Medienberichterstatter wie das Benennen eigener Fehler, um einen ehrlichen und konstruktiven Journalismus zu bewerkstelligen.