Heldinnen und Helden in TV-Sendungen dienen Kindern als Identifikationsfiguren und Projektionsflächen, bieten Orientierung – oder machen ihnen schlichtweg nur Spaß. Altbekannte All-Time Heroes wie Pippi und Biene Maja, aber auch aktuelle Lieblingsfiguren wie der Feuerwehrmann Sam oder Jessie aus der gleichnamigen Disneyserie stehen für wichtige Themen und Werte der Kinder. Doch leider zeigen sich viele Heldinnen der Mädchen noch immer gesellschaftskonform und bedienen gängige Geschlechterklischees, während Jungenfiguren gerne auch mal anecken dürfen. So gibt es zum Schluss Tipps, wie Erziehende an der Erweiterung von Rollenbildern über gängige Stereotypen hinaus arbeiten können.
„Darf ich Sie zu einem kleinen Selbstversuch einladen? Denken Sie sich bitte zurück in Ihre Kindheit, als Sie so acht bis neun Jahre alt waren oder auch ein bisschen jünger. Hatten Sie damals eine Fernsehsendung, auf die Sie sich besonders gefreut haben, oder ein Buch, das Sie unbedingt lesen mussten? Gab es dort eine Figur, die Ihnen besonders wichtig war? Wer war sie, wer war er? Wie sah diese Figur aus? Was hat Ihre Heldin oder ihr Held gemacht? Und wenn Sie das Bild vor Ihrem inneren Auge haben, malen Sie doch bitte die Lieblingsfigur Ihrer Kindheit – wenn möglich in einer typischen Pose. Wenn Sie das getan haben, beschreiben Sie bitte mit ein bis zwei vollständigen Sätzen, was typisch für diese Heldenfigur war.“
Diese Übung habe ich mit weit mehr als 1.000 Erwachsenen aus über 50 Ländern sowie mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Nach dem Malen und Zeichnen heißt es dann stets: „Nun tauschen Sie sich mit Ihren Nachbarn aus und erzählen Sie sich gegenseitig von Ihren Heldinnen und Helden.” Und Sie können sicher sein, der Raum ist voller Stimmenwirrwarr und Gelächter. Dann bitte ich stets um mindestens drei Beispiele, höre genau zu und schreibe mir den Satz, den die jeweilige Person gesagt hat, wortwörtlich auf, bevor ich dann zur „Auflösung” komme.
Teil der Identitätsarbeit
Das Phänomen der Projektion beschreibt vereinfachend, dass wir Teile oder Empfindungen, die eigentlich unsere eigenen sind, zum Beispiel Aggression oder Neid, in anderen sehen und fest davon überzeugt sind, unser Gegenüber wäre aggressiv oder missgünstig. Das sind sozusagen die negativen Seiten der Projektion. Es gibt aber auch eine positive Seite der Projektion, die Robert A. Johnson in Das Gold im Schatten (2013)nennt. Oft sehen wir unsere eigene Stärke erst am anderen und projizieren unsere eigenen Werte und das, was uns besonders bedeutsam ist, in jemand anderes.
Oft – nicht immer ‒ ist das auch das Verblüffende hinter dem, wie wir unsere Lieblingsfiguren aussuchen. Der Satz, den Sie über Ihren Helden geschrieben haben, hat sicherlich auch etwas mit der Fernsehfigur zu tun, es sind aber vor allem Dinge, die Ihnen wichtig waren, die Sie mit acht oder neun Jahren schon als Stärke und Orientierungswert für sich sahen und die aller Wahrscheinlichkeit nach auch heute noch für Sie bedeutsame Werte darstellen. Was sich in den Workshops weltweit immer wieder zeigte: Der Satz beschreibt vor allem etwas von dem Menschen, der ihn geschrieben hat. Denn die Helden, die wir uns aussuchen, haben vor allem etwas mit uns zu tun.
Medienheldinnen und -helden sind Teil der Identitätsarbeit. Nach innen vergewissern wir uns mit ihnen, was uns wichtig ist, sie eröffnen uns Fantasien und Ideen davon, wie wir beispielsweise mit ähnlichen Situationen umgehen würden. Dies ist dann wiederum Teil der Alltagsbewältigung; Helden machen uns Mut, dass wir doch etwas wert sind, helfen beim emotionalen Ausbalancieren nach beispielsweise Kränkungen und schaffen zudem noch Kommunikationsanlässe. In Gesprächen und Spielen oder auch durch das Bild der Lieblingsfigur auf dem T-Shirt oder Federmäppchen zeigen Kinder etwas von sich und wie sie von anderen gesehen werden möchten. Die Medienhelden haben einen Gebrauchswert für Kinder und Jugendliche, der sich sogar berechnen lässt. Für die pädagogische Arbeit ist jedoch viel wichtiger: Lassen Sie Kinder und Jugendliche von ihren Heldinnen und Helden erzählen. Sie werden auch etwas über die Medienfigur erfahren, vor allem aber etwas über das Kind, seine Themen und Werte.
Kraftgeber und Lückenfüller
Menschen aus ähnlichen Kulturkreisen nennen oft ähnliche Helden. Werden Eltern und Pädagogen in Deutschland nach ihren Helden gefragt, so werden zum Beispiel oft Pippi Langstrumpf, Wickie, Sailor Moon oder auch Pumuckl genannt. Die Sätze, die zu den Figuren geschrieben werden, ähneln sich ein bisschen. Bei Pippi Langstrumpf zum Beispiel ist es oft deren Stärke, die dann aber mit Abenteuerlust, Freundschaft, Mut oder dem Kümmern um andere kombiniert wird. Das heißt: Bestimmte Figuren bieten Projektionsflächen für einen bestimmten Kanon an Werten, die dann aber im Detail doch unterscheiden. Die Medienhelden sind vieldeutig (polysem) und stehen doch für bestimmte Themenfelder. Werden Kinder zum Beispiel rückblickend dazu befragt, ob sie Figuren wie Pippi, Pumuckl, die Biene Maja oder Wickie kennen und gerne gesehen haben, zeigen sich sehr deutliche Tendenzen. Die Biene Maja ist zum Beispiel insbesondere für Mädchen attraktiv, die sich gerne an Regeln halten, für die Freundschaft und Hilfe für andere wichtig sind, oder die Natur als ästhetisches Erlebnis genießen können. Die von Eltern oft wenig akzeptierten Wünsche, wie faul sein und gerne Süßigkeiten essen, werden dann in die Figur Willi projiziert.
Es sind also nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren, die wichtige Funktionen übernehmen. Besonders deutlich wird dies auch bei Pippi Langstrumpf, die viele Kinder als Figur aus vor allem den alten Spielfilmen aus den 70er-Jahren kennen und nur beiläufig aus der Zeichentrickserie auf dem KiKA. Bei Pippi geht es oft um Stärke und Größenfantasien, sich also ganz viel zu trauen. Oft wissen Kinder, dass sie ein bisschen mehr wie Annika oder Tommy sind, aber sie wollen sich weiterentwickeln, die nächsten Entwicklungsschritte gehen, und nutzen Pippi als Kraftgeber für diesen Schritt.
Fans von Wickie und die starken Männer sind vor allem Jungen, die die Fantasie genießen, wild zu sein (bzw. sein zu dürfen), actionreich zu kämpfen und gemeinsam mit dem Vater Abenteuer zu erleben. Das Wichtigste für Jungen – und Mädchen, die Fans von Wickie sind ‒ ist aber, dass ihm bzw. ihr (denn ca. 1/3 der Mädchen denkt, Wickie wäre ein Mädchen) immer etwas einfällt und so den etwas tumben Erwachsenen wieder einmal aus der Patsche geholfen werden kann. Das gibt Mut und Selbstvertrauen und kann beispielsweise zum Ausbalancieren von emotionaler Abwertung genutzt werden.
Bei Pumuckl fasziniert dann zum Beispiel die Erlaubnis, auch mal frech und chaotisch sein zu dürfen, Gefühle leben und egozentrisch handeln zu dürfen – aber immer in verlässlicher, liebevoller Beziehung zum griesgrämigen Meister Eder. Wie bei Wickie spielen bei Pumuckl die Erwachsenenfiguren eine zentrale Rolle. So manches Mal begegnet uns in der Beschreibung des Meister Eder die Mutter wieder, oder wenn Kinder von Halvar erzählen, dem Vater, den sie gerne hätten. In Fallstudien wurde deutlich, dass Kinder sich nicht selten mit Medienhelden die Lücken in ihrer Seele auffüllen und sich den Vater, der abwesend oder nicht wertschätzend ist, als liebevoll, wenn auch grätzig wie Meister Eder denken. Oft reicht hier schon ein offenes Ohr und ein Wertschätzen dessen, wie das Kind oder die Jugendlichen sich durch Fantasien aufrechterhalten und so für die nächsten Entwicklungsschritte bereit machen.
Die Lieblingsfiguren der Vorschulkinder
Seit 12 Jahren erhebt das IZI (Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen) jährlich die Lieblingsfernsehfiguren der Kinder auf repräsentativer Basis. Im September 2017 wurden n = 1.211 repräsentativ ausgewählte Kinder zwischen drei und 13 Jahren in persönlichen Interviews befragt.
Bei den Vorschulkindern, den Drei- bis Fünfjährigen, liegt 2017 die namengebende Figur der KiKA-Vorschulstrecke vorn: KiKANiNCHEN, gefolgt von der Maus, Feuerwehrmann Sam und dem Sandmännchen.
Das KiKANiNCHEN als heute zentrale Kinderanschlussfigur der KiKA-Vorschulstrecke hat das IZI in der Entwicklungsphase viele Male getestet, bis Mädchen und Jungen sich mit ihren Gefühlen und Aneignungsmustern der Welt darin wiederfinden konnten. KiKANiNCHENsteht für Eigenschaften wie Neugier, Spaß am Leben, Forscherdrang, Spaß an Spiel und Gesang, aber auch für Freundschaft, Mitgefühl und für eine gute Beziehung zu den erwachsenen Bezugspersonen. Mit KiKANiNCHEN gehen die Kinder durch die kleinen Abenteuer, die es mit Christian und Anni erlebt, singen, tanzen und erforschen die Welt. Das Grundprinzip dabei: Du kannst die (Schnipsel-)Welt mitgestalten, du hast Erwachsene an deiner Seite, für die du wichtig bist, die dich begleiten, dir zuhören, dich aber immer auch wieder zum nächsten Schritt in deinem Leben ermutigen. Wie bei der Maus aus Die Sendung mit der Maus hat KiKANiNCHEN dabei einen großen Vorteil, was die Projektionsfläche angeht: Beide haben keine eindeutige Geschlechterzugehörigkeit und verfallen in keine typischen Geschlechterklischees wie beispielsweise eine rosa oder lila Prinzessin.

Für einige Vorschulkinder ist es wichtig, sich einer Geschlechterkategorie zuzuordnen, und entsprechend benennen einige Mädchen dann zum Beispiel Disneys Sofia (Sofia die Erste) oder Elsa (Die Eiskönigin) als Lieblingsfigur. Es sind geschlechterkonforme Vorbilder, die auch an die hohe Wertschätzung und Orientierung der Mutter oder des Vaters anknüpfen. Die Figuren selber stehen dann für Eigenschaften wie Hilfe und Einsatz für andere (Sofia die Erste, Feuerwehrmann Sam) oder für innere Kraft und Zielstrebigkeit (Elsa). Gleichzeit ist es aus pädagogischer Perspektive wichtig, auch die Problembereiche zu sehen: Prinzessinnen, beispielsweise der Marke Disney, haben einen hypersexualisierten Körper und sind in der Taille im Verhältnis zur Hüfte so schlank, wie es kein Mensch jemals erreichen könnte. Damit gehen Körperschemata in die inneren Idealbilder von Kindern ein, die völlig unerreichbar sind. Dies ist meist im Vorschulalter noch kein Problem, kann aber später seinen Teil zu einem überkritischen Verhältnis zum eigenen Körper beitragen.
Lustige Loser machen Jungs Spaß
Bei den sechs- bis dreizehnjährigen Jungen liegt, wie schon seit über einem Jahrzehnt, SpongeBob Schwammkopf ganz vorne, gefolgt von Bart Simpson. In den letzten vier Jahren wechselten sich die beiden Figuren auf den ersten beiden Plätzen jeweils ab. Ihnen folgen Homer Simpson und Sheldon Cooper (The Big Bang Theory). Alle vier Figuren sind Jungen- bzw. Männerfiguren, die keine Superhelden sind und immer wieder die an sie gestellten Anforderungen unterlaufen. Waren in den letzten Jahren unter den ersten vier Plätzen immer noch „Obendrüberhelden“ (Neubauer & Winter, 2013) wie Ash Ketchum (Pokémon) oder Luke Skywalker (Star Wars), denen die Jungen nachstrebten, sind es jetzt ausschließlich Figuren, die sich nicht sozial erwünscht verhalten. Reinhard Winter und Gunter Neubauer nannten sie deshalb „Untendurchtypen“ oder „lustige Loser“.
SpongeBob handelt stets mit guter Absicht oder aus inneren Impulsen heraus, die für die Zuschauenden gut nachvollziehbar sind. Die Geschichten sind stets so angelegt, dass er sich voller Begeisterung in kleine und große Abenteuer in seiner Fantasiewelt stürzt, wobei seine impulsive, naive Art ihn im Laufe der Geschichte in allerlei Missgeschicke, Probleme und Katastrophen führt, aus denen er aber immer wieder als sympathischer Held hervorgeht. Bart Simpson verhält sich bewusst nicht moralisch korrekt, eckt an den gesellschaftlichen Regeln stets an und steht am Ende der Sendung doch immer als der Coole da. Bei Homer Simpson ist dieses Grundkonzept noch einmal ausgeprägter. In der Realität hätte ein Mensch, der so faul, moralisch fragwürdig und unverantwortlich handelt, sicherlich kein mittelständisches Haus mit Garten, ein Familienauto und eine letztendlich funktionierende Familie. Die Figuren sind lustige Loser, die aber trotz aller Schwächen ihren gesellschaftlich anerkannten Platz haben.
Begeistern sich Jungen für diese Figuren, wissen sie durchaus, dass man sich von Bart und Homer Simpson nicht abschauen sollte, wie man mit Freunden umgeht oder Probleme löst. Sie nutzen diese Helden nicht als Identifikationsfiguren, von denen sie sich etwas abgucken können. Mit diesen Anti-Helden haben sie Spaß, weil sie sehen, was sie falsch machen, und gleichzeitig erfahren, dass es möglich ist, trotz begrenzter Möglichkeiten und fehlerhaften Verhaltens das Leben und den Alltag zu meistern. Das gibt Hoffnung, denn gerade wenn sich Jungen im Alltag als Verlierer fühlen und an den Herausforderungen scheitern, zeigen ihnen diese Figuren, dass sie trotzdem etwas wert sind, solange sie zumindest „cool“ daherkommen.
Mädchen: Kümmern mit Lächeln und Idealfigur
Bei den sechs- bis dreizehnjährigen Mädchen liegt 2017 die Disney-Sitcom-Figur Jessie aus der gleichnamigen Serie ganz vorn, gefolgt von Mia (Mia and me), Bibi Blocksberg (vermutlich vor allem aufgrund des Kinofilms), Alice (Alice im Wunderland) und Heidi Klum. Die Top-5-Nennungen sind alles Mädchen und Frauen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie schlank, stereotyp schön und erfolgreich sind und diverse Kompetenzen haben. Sie sind alle in einer Position, in der sie für andere in Verantwortung stehen und sich um das Wohlergehen anderer (Jessie, Mia), die Erfüllung berechtigter Forderungen (Alice, Bibi Blocksberg) oder ihre „Fortbildung“ (Heidi Klum) kümmern.

Alle verkörpern die aufaddierten Idealeigenschaften einer modernen Frau. Den drei fiktionalen Figuren Jessie, Mia und Bibi wurden zwar kleine Schwächen zugeschrieben, zum Beispiel Emotionalität und Impulsivität, die zumindest kurzzeitig auch mal Probleme verursachen. Bei allen vier Figuren erzählt uns die Handlung dann aber, dass sie immer gut begründet und moralisch agieren und dadurch letztendlich mit allen Problemen und Herausforderungen, die sich ihnen stellen, kompetent umgehen – und dabei selbstverständlich immer ein perfektes Make-up und eine perfekte Frisur tragen und mit einem Lächeln und Idealfigur präsentieren.
Mädchen, die Fans von zum Beispiel Jessie sind, haben das Gefühl, dieselben Dinge im Alltag zu erleben und die gleichen Emotionen wie Jessie durchzumachen, von ihr zu lernen, wie man Probleme löst und Freundschaft gestaltet. Direkt gefragt haben sie das Gefühl, dass sie sich, seit sie Jessie kennen, ein bisschen so verhalten wie sie. Anders als bei den Lieblingsfiguren der Jungen sind Jessie, Mia, Bibi, Alice und Heidi Klum Vorbilder, in denen die Mädchen überdurchschnittlich stark ihre eigenen Erlebnisse und ihre Emotionalität widergespiegelt sehen, mit denen sie sich identifizieren, die sie gerne sein wollen und an deren Verhalten sie sich orientieren. Es sind Idealbilder, denen sie nachstreben.
Mädchen- und Frauenfiguren, die im Mittelpunkt der Handlung stehen und sich nicht so verhalten, wie die Gesellschaft es von ihnen erwartet, gibt es im Kinderfernsehen so gut wie nie.
Während wir Jungen dazu anregen, ihren eigenen Impulsen zu folgen, und idealisieren, sich auch mal begründet gegen die moralischen Normen zu stellen, steht im Sozialisationsagenten Fernsehen für Mädchen vor allem Anpassung an das (unerreichbare) Ideal im Vordergrund.
Wenn Sophia die Erste ein Junge wäre
Zum Schluss ein paar Tipps für die pädagogische Praxis: Die Heldinnen und Helden in den Medien bieten Projektionsflächen, in denen Kinder sich wiederfinden, ihre eigenen Werte entdecken und erweitern können. Geben Sie dem Kind Raum, über seine Lieblingsfigur zu sprechen oder sie zu malen; hören Sie ihm genau zu, werden Sie viel von dem Kind erfahren. Momente, in denen Sie das Kind und seinen Weg zur Identitätsbildung und Alltagsbewältigung unbedingt wertschätzen sollten.
Gleichzeitig sind die Medienhelden abhängig vom Angebot, und das zeigt leider zum Teil sehr deutlich geschlechterspezifische Grenzen, die Kinder in ihrer Entwicklung beschränken. Hier lohnt es sich, an einer Erweiterung der Stereotype zu arbeiten. Dies kann damit beginnen, gemeinsam zu überlegen, wie es denn wäre, wenn Sophia die Erste ein Junge wäre oder Feuerwehrmann Sam ein Mädchen, oder Sie könnten immer wieder zwischen beiden Geschlechtern wechseln, so wie es Ihnen gerade passt. Das kann spannende Spielgeschichten und kleine Theaterstücke ergeben.
Auch für Grundschulkinder wäre es toll, mal eine ganz andere Heldenfigur zu erfinden: Mädchen, die die Welt dank technischer Erfindungen retten, oder eine Roboterschule, in der Mädchen und Jungen Aufgaben lösen und die tollsten Dinge erfinden. Oder Herausforderungen an eine Heldengruppe aus Jungen, sich mit Freundschaftsproblemen auseinanderzusetzen und verschieden Helden zu erfinden wie dem „ihm fällt immer eine gute Lösung ein“-Held über „er kann sehen wie es anderen geht“-Held bis zum „er kann andere gut trösten“-Held. Lassen Sie verschiedene Heldengruppen von Mädchen, Jungen und einem drittem (vielleicht sogar vierten) Geschlecht erfinden, die Abenteuer erleben, sich für anderen Kinder, Tiere und die Natur einsetzen. Und sehen Sie das Gold im Schatten.