Erzählen ist die Grundlage der menschlichen Kommunikation. Denn erzählend vermitteln die Menschen ihre Themen, ihre Werte, ihre Identität und Realität. Ob Buch oder Film, Game oder YouTube-Kanal: Die medialen Möglichkeiten, um Geschichten zu transportieren, sind unendlich vielfältig geworden. Besonders Jugendliche bewegen sich mühelos in den virtuellen Erzählwelten, nutzen aber gleichzeitig die analogen Medien. Spannende neue Erzählformen sind hier entstanden – die aktuelle MedienConcret stellt sie vor.

Fotos dominieren unsere Gesellschaft. Sie prägen unsere Wahrnehmung und unsere Weltsicht, unsere Erinnerungen und unser Kaufverhalten. Wir werden von Bildern regelrecht überflutet. „Fotografie“, das neue Themenheft der pädagogischen Fachzeitschrift MedienConcret, schafft Überblick.

Medienpädagogik zwischen Lust und Grauen
Sex & Crime sind in der heutigen Medienwelt allgegenwärtig – auch Jugendliche können problemlos darauf zugreifen. Zwischen Erotik und Hardcore-Porno, zwischen Krimi und Gewaltexzessen liegen mitunter nur wenige Klicks. Wie aber wirken solche Darstellungen auf Heranwachsende? Wie gehen Jugendliche damit um? Das neue Themenheft greift diese Fragen auf und zeigt Wege, wie Eltern und Pädagogen Heranwachsende sinnvoll begleiten und sie dabei unterstützen können, mit solchen Herausforderungen der Medienwelt selbstbewusst und selbstbestimmt umzugehen.

Christian Exner

Ich gehe nicht in ein Konzert, um mir eine CD vorspielen zu lassen. Ich gehe nicht ins Theater, um eine Lesung zu hören. Ich gehe nicht in den Zoo, um einen Tierfilm zu sehen. Warum aber gehen so viele Menschen ins Kino, um eine Literaturverfilmung zu sehen, wenn sie doch ahnen, dass ihnen das Buch besser gefallen wird als der Film? – Eine Glosse über unsere verkehrte (Medien)Welt: Kein Kinderfilm ohne Jugendliteratur.

Sven Jöckel, Sandra Fleischer

Kinder brauchen Helden - aber müssen diese in der finsteren Mittelerde, in fantastischen Zauberreichen oder bizarr gestylten Zukunftsszenarien im Einsatz sein? Bieten Helden ohne Muskeln und Zauberkraft nicht weitaus mehr Orientierungspotential und Identifikationsmöglichkeiten für den Nachwuchs?

Gudrun Marci-Boehncke

Eltern wünschen sich klare Maßgaben, wie viel und wovon Kinder in Sachen Medien kosten sollen. Doch Medien sind weder Drogen noch Lebertran, machen nicht dick und auch nicht klug. Patentrezepte für einen „gesunden“ Medienumgang gibt es nicht, zu groß sind die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensumstände und Geschmäcker in den Familien. Dennoch kann Medienerziehung natürlich gelingen, z.B. wenn Eltern sich selbst und ihr Kind genau in den Blick nehmen.
 

Gerda Sieben

Wem diese Überschrift wie ein Anagramm oder wie ein schräg gestellter Spiegel erscheint, der täuscht sich nicht. Die hier verwendeten Begriffe spiegeln einander und sie können, je nachdem wie man hinschaut, jeweils eine Teilmenge des anderen sein. Die Autorin versucht, der Frage nachzugehen, wie sich die beiden pädagogischen Felder „Kulturelle Bildung“ und „Medienpädagogik“ zu einander verhalten. Dass diese Frage interessiert, liegt wiederum an den Medien, die derzeit die Kultur umstülpen oder war es umgekehrt?