Beinahe eine Million Geflüchtete sind 2015 nach Deutschland gekommen. Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln treffen hier gleichermaßen auf eine Willkommenskultur, aber auch auf Ressentiments und Ablehnung. Wie ist die emotionalisierte Debatte zur Fluchtbewegung aus medienethischer Perspektive zu betrachten?

Erzählen ist die Grundlage der menschlichen Kommunikation. Denn erzählend vermitteln die Menschen ihre Themen, ihre Werte, ihre Identität und Realität. Ob Buch oder Film, Game oder YouTube-Kanal: Die medialen Möglichkeiten, um Geschichten zu transportieren, sind unendlich vielfältig geworden. Besonders Jugendliche bewegen sich mühelos in den virtuellen Erzählwelten, nutzen aber gleichzeitig die analogen Medien. Spannende neue Erzählformen sind hier entstanden – die aktuelle MedienConcret stellt sie vor.

Fotos dominieren unsere Gesellschaft. Sie prägen unsere Wahrnehmung und unsere Weltsicht, unsere Erinnerungen und unser Kaufverhalten. Wir werden von Bildern regelrecht überflutet. „Fotografie“, das neue Themenheft der pädagogischen Fachzeitschrift MedienConcret, schafft Überblick.

Dr. Eva Bürgermeister

Der Film führt uns nah heran an menschliche Zustände. Er bringt Hoffnungen und Träume zum Vorschein. Er erzählt von Konflikten und Ängsten. Und wir Zuschauer sind mit unseren Emotionen beteiligt, wenn wir mit unseren Identifikationsfiguren Dramatik erleben, wenn wir um deren Schicksal bangen und mit ihnen nach Glücksverheißungen suchen. Film konfrontiert uns mit Unbekanntem und neuen Blicken, er gibt Denkanstöße und weckt unsere Gefühle, verunsichert, erfreut und berührt uns im besten Fall zutiefst.

Christian Exner

Ich gehe nicht in ein Konzert, um mir eine CD vorspielen zu lassen. Ich gehe nicht ins Theater, um eine Lesung zu hören. Ich gehe nicht in den Zoo, um einen Tierfilm zu sehen. Warum aber gehen so viele Menschen ins Kino, um eine Literaturverfilmung zu sehen, wenn sie doch ahnen, dass ihnen das Buch besser gefallen wird als der Film? – Eine Glosse über unsere verkehrte (Medien)Welt: Kein Kinderfilm ohne Jugendliteratur.

Sven Jöckel, Sandra Fleischer

Kinder brauchen Helden - aber müssen diese in der finsteren Mittelerde, in fantastischen Zauberreichen oder bizarr gestylten Zukunftsszenarien im Einsatz sein? Bieten Helden ohne Muskeln und Zauberkraft nicht weitaus mehr Orientierungspotential und Identifikationsmöglichkeiten für den Nachwuchs?

Gudrun Marci-Boehncke

Eltern wünschen sich klare Maßgaben, wie viel und wovon Kinder in Sachen Medien kosten sollen. Doch Medien sind weder Drogen noch Lebertran, machen nicht dick und auch nicht klug. Patentrezepte für einen „gesunden“ Medienumgang gibt es nicht, zu groß sind die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensumstände und Geschmäcker in den Familien. Dennoch kann Medienerziehung natürlich gelingen, z.B. wenn Eltern sich selbst und ihr Kind genau in den Blick nehmen.